Daheim in Biberach – Vier Menschen und was ihre Stadt zusammenhält
Shownotes
In dieser Folge begegnet ihr:
- Nicole Jerski, Stadtführerin, die auf dem Wochenmarkt erlebt, was Heimat für sie ausmacht.
- Alexander Wachter, Leiter der Tourist-Information, der seinen Blick auf den Marktplatz, den Weberberg und das Leben in Biberach teilt.
- Christine Bittner, Stadtführerin, die in St. Martin erzählt, was das gemeinsame Gotteshaus über Zusammenleben und Kompromisse lehrt.
- Maximilian Theobald, Inhaber des Vinotheums, der mit seinem Lokal Menschen zusammenbringen und Biberach etwas zurückgeben möchte.
Moderation: Katrin Schenckenburger
Reporter vor Ort: Thomas Strobel
Sounds: Elevenlabs
Musik: Premiumbeat, Soundside
Orte und Links zur Folge:
Alle Infos und Stationen zur Folge 22 im Überblick: https://www.oberschwaben-tourismus.de/oberschwaben-allgaeu/podcast/podkaeschtle-folge-22-daheim-in-biberach
Märkte in Oberschwaben-Allgäu: https://www.oberschwaben-tourismus.de/themenwelten/land-stadtgeschichten/genuss/wochenmaerkte
Stadt Biberach: https://www.oberschwaben-tourismus.de/orte/biberach-an-der-riss-0d170f79d8
Stadtpfarrkirche Biberach: https://www.oberschwaben-tourismus.de/attraktionen/stadtpfarrkirche-st.-martin-b0296d5ab7
Tourist Information Biberach: https://www.oberschwaben-tourismus.de/attraktionen/tourist-information-biberach-an-der-riss-dff3cc5fdc
Vinotheum Biberach: https://www.oberschwaben-tourismus.de/gastronomie/vinotheum-8f078bfb1d
PODKÄSCHTLE: https://www.oberschwaben-tourismus.de/oberschwaben-allgaeu/podcast
Weitere Informationen & Links
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Transkript anzeigen
00:00:00: Nicole Jerski: Ich bin sehr dankbar, dass ich hier bin. Hier ist es einfach sicher. Hier ist es ein Zuhause, so wie ein Zuhause sein soll.
00:00:14: Alexander Wachter: Man kann trotz allem, wir sind in der Realität, noch von einer heilen Welt sprechen. Und das muss ich sagen, das ist etwas sehr Schönes.
00:00:26: Signation: Podkäschtle. Wertschätze aus Oberschwaben-Allgäu.
00:00:44: Katrin Schenckenburger: Was macht eine Stadt zu einem Ort, an dem man bleiben möchte? Sind es die Giebel, die Plätze, die Geschichte? Oder sind es am Ende die Menschen, die einem Ort seine Stimme geben?
00:00:58: Katrin Schenckenburger: Herzlich willkommen zu unserer ersten Folge der zweiten Staffel vom Podkäschtle, dem Podcast aus Oberschwaben-Allgäu. Ich bin Katrin Schenckenburger, und ich begleite Thomas Strobel, der auch in dieser Staffel wieder mit dabei ist, auf seiner Entdeckungsreise durch Oberschwaben-Allgäu. Zu Menschen, Geschichten und besonderen Momenten. Zu echten Wertschätzen.
00:01:23: Katrin Schenckenburger: Für unsere erste Folge bleiben wir in Biberach. Fast alles spielt sich rund um den Marktplatz ab. Und trotzdem bewegen wir uns durch ganz unterschiedliche Welten: durch den Wochenmarkt, durch die historische Stadt, in die Stille von St. Martin und an einen Tisch, an dem neue Begegnungen entstehen. Thomas Strobel hat vier Persönlichkeiten getroffen, die Biberach aus verschiedenen Blickwinkeln kennen. Sie zeigen die Stadt, erzählen ihre Geschichte, schaffen Räume und füllen sie mit Leben.
00:01:57: Katrin Schenckenburger: Los geht es an einem Mittwochmorgen zwischen Marktständen, Dinnete und dem Zwiebelturm von St. Martin.
00:02:14: Thomas Strobel: Ich stehe gerade mitten auf dem vielleicht schönsten Marktplatz in Süddeutschland, in Biberach an der Riß. Heute ist Mittwoch, und es ist Wochenmarkt. Vor mir ragt der barocke Zwiebelturm der Stadtpfarrkirche in den blauen Himmel, und die Giebel der historischen Gebäude umrahmen den großen Marktplatz.
00:02:33: Thomas Strobel: Um mich herum wuselt es. Ich sehe viele bunte Marktstände und herzliche Menschen, die ihre Waren anbieten. Neben frischem Obst und Gemüse direkt vom Erzeuger gibt es regionale Feinkost, Blumen, Handwerkserzeugnisse, Wurst und Käse und natürlich Dinnete, die oberschwäbische Pizza. Hier treffe ich Nicole Jerski. Nicole, stell dich gerne kurz vor.
00:02:58: Nicole Jerski: Ich heiße Nicole Jerski. Ich bin 38, Mama von zwei Jungs und hier in Biberach Stadtführerin.
00:03:06: Thomas Strobel: Wir stehen mitten auf dem Marktplatz, mitten im Wochenmarkt. Wie würdest du das Lebensgefühl hier beschreiben?
00:03:11: Nicole Jerski: Daheim, wenn ich es mit einem Wort sagen müsste. Und wenn ich mehr sagen darf: Dieses Heimatsgefühl hier in Biberach spiegelt sich auf dem Markt wider, weil hier einfach alles zusammenkommt. Man kennt sich, man trifft sich, man ratscht hier und dort. Zwischen dem normalen Einkauf hat man schon ein bisschen Freizeit. Dieses Heimatsgefühl haben wir in Biberach nicht nur auf dem Markt. Wir haben es vor allem beim Schützenfest, wenn wir alle zusammenkommen. Das fühlt sich einfach richtig gut an.
00:03:42: Thomas Strobel: Und welche Momente nähren dieses Gefühl bei dir?
00:03:46: Nicole Jerski: Das ist ein bisschen jahreszeitlich bedingt. Im Sommer trifft man sich hier auf dem Marktplatz beim Schützenfest. Es ist warm, es ist schön um einen herum, und die Leute sind fröhlich und haben Freizeit. Das ist richtig schön. Und im Winter, wenn es kühler wird, packt man sich dick ein und läuft durch die Stadt. Die Stadtbeleuchtung ist an, die ganzen Giebel sind mit 60.000 Lichtern beleuchtet, und man bereitet sich auf die dunkle Jahreszeit vor. Auch das ist richtig schön. Warm fühlt es sich an bei uns, und das kann ich nur jedem empfehlen.
00:04:22: Thomas Strobel: Definitiv. Und wenn man das alles auf einen Nenner bringt, könnte man auch sagen, dass das Dankbarkeit ist?
00:04:29: Nicole Jerski: Auf jeden Fall. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier bin. Hier ist es einfach sicher. Hier ist es ein Zuhause, so wie ein Zuhause sein soll. So, wie man es für seine Kinder schafft: ein Ort, an dem man ankommt und man selbst sein kann. Ich denke, das ist Biberach für uns alle. Wir können hier wir selbst sein, so schrullig und speziell wir manchmal vielleicht sind. Das können wir hier ausleben. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich an so einem Ort wohnen darf.
00:05:08: Katrin Schenckenburger: Daheim. Nicole braucht nur ein Wort und füllt es dann mit Begegnungen. Mit Ratschen, Wiedersehen, Sommerabenden und Lichtern im Winter. Heimat ist bei ihr nichts Starres. Sie entsteht jedes Mal neu, wenn Menschen sich erkennen und Zeit miteinander verbringen. Nur ein paar Schritte weiter schaut Alexander Wachter jeden Tag auf dieselbe Bühne. Als Leiter der Tourist-Information soll er Biberach erklären. Aber was zeigt man zuerst, wenn einem eine Stadt selbst am Herzen liegt?
00:05:46: Thomas Strobel: Ich bin jetzt hier in der Tourist-Information in Biberach, direkt am Marktplatz. Wir schauen hinaus auf den Marktplatz. Draußen wuselt noch der Wochenmarkt, und die Stadtpfarrkirche liegt direkt nebenan. Bei mir ist Alexander Wachter, der Leiter der Tourist-Information. Alexander, stell dich bitte kurz vor.
00:06:03: Alexander Wachter: Mein Name ist Alexander Wachter. Ich leite seit mehreren Jahren die Tourist-Information beziehungsweise den Tourismus in Biberach. Das ist eine tolle Sache, weil wir eine wirklich wunderschöne Stadt und tolle Aufgaben haben.
00:06:17: Thomas Strobel: Wenn man hier sitzt und auf den Marktplatz schaut, sieht man das Gewusel, die Stadtpfarrkirche und die historische Altstadt. Was macht diesen Ort für dich besonders?
00:06:28: Alexander Wachter: Es gibt natürlich viele tolle Punkte. Ich möchte ein paar davon herausgreifen. Unsere Stadtpfarrkirche ist etwas ganz Besonderes, weil sie ein Simultaneum ist. Seit der Reformation nutzen evangelische und katholische Gemeinde dieses Gotteshaus gemeinsam, meistens recht friedlich. Das freut mich bis heute. Der Marktplatz ist ein wirkliches Juwel in Oberschwaben. Wer mittwochs oder samstags auf den Wochenmarkt kommt, muss das einfach erlebt haben. Das kann man nicht beschreiben.
00:06:59: Alexander Wachter: Außerdem möchte ich auf den Weberberg hinweisen, unser altes Viertel der Weber, mit vielen Fachwerkhäusern. Dort kann man wunderbar durch die kleinen Gassen bummeln und als Krönung den Ausblick vom Weberberg und oben vom Gigelberg genießen.
00:07:14: Thomas Strobel: Wenn man das zusammenfasst: Welches Lebensgefühl zeigt sich darin? Ist das eine Form von Wertschätzung?
00:07:23: Alexander Wachter: Sicherlich. Mit Oberschwaben verbinde ich immer eine gewisse Gemütlichkeit. Ich finde, das Leben ist hier noch sehr überschaubar. Trotz aller Realität kann man hier noch von einer heilen Welt sprechen. Und das ist etwas sehr Schönes.
00:07:39: Thomas Strobel: Wenn man von der heilen Welt spricht: Wäre Dankbarkeit ein passender Begriff, der das Ganze beschreibt?
00:07:45: Alexander Wachter: Unbedingt. Natürlich haben wir auch unsere Probleme hier. Aber wenn man in die große, weite Welt schaut, geht es bei uns doch sehr überschaubar zu. Das ist schön. Wir haben eine friedliche Landschaft, eine tolle Bevölkerung und wunderschöne Naturräume. Die Moore hier, die Wälder, das ist einfach traumhaft. Ja, Dankbarkeit würde da sehr gut passen.
00:08:19: Katrin Schenckenburger: Eine heile Welt? Wahrscheinlich ist keine Stadt das. Auch Biberach nicht. Aber vielleicht meint Alexander etwas anderes: eine Stadt, die überschaubar bleibt. Eine, in der Geschichte nicht nur an Fassaden hängt, sondern bis heute das Zusammenleben prägt. Vom Fenster der Tourist-Information bis zur Stadtpfarrkirche St. Martin sind es nur wenige Schritte. Akustisch ist es eine andere Welt. Draußen der Markt, drinnen Kühle, Nachhall und fast 500 Jahre gemeinsamer Alltag zweier Konfessionen.
00:09:12: Thomas Strobel: Ich trete gerade in die Stadtpfarrkirche St. Martin in Biberach ein. Draußen auf dem Wochenmarkt ist es geschäftig, hier drinnen herrscht eine kühle, stille Atmosphäre. Ich habe mich in eine Kirchenbank gesetzt und lasse den Blick über das üppige Deckenfresko der Barockkirche schweifen. Neben mir sitzt Christine Bittner. Christine, stell dich gerne kurz vor.
00:09:38: Christine Bittner: Hallo, guten Morgen. Mein Name ist Christine Bittner. Ich bin seit fast 30 Jahren in Oberschwaben und seit fast 20 Jahren Stadtführerin in Biberach. Einer der Orte, die ich am allerliebsten zeige, ist die Stadtpfarrkirche St. Martin.
00:09:57: Thomas Strobel: Was macht die Stadtpfarrkirche so besonders? Nimm unsere Zuhörerinnen und Zuhörer einmal mit.
00:10:03: Christine Bittner: Was die Stadtpfarrkirche besonders macht, sogar deutschlandweit, ist das Simultaneum. Der lange Name sagt es schon: Sie hat einen evangelischen und einen katholischen Namensteil und wird seit fast 500 Jahren von beiden großen christlichen Konfessionen genutzt. Das ist etwas sehr Besonderes, denn vor etwas mehr als 450 Jahren dürfen wir uns das noch nicht ökumenisch vorstellen. Es hieß schlicht: Wir haben dieses Gotteshaus gemeinsam, und wir müssen es gemeinsam nutzen. Eine Ausweichmöglichkeit gibt es nicht, also müssen wir uns einigen.
00:10:48: Christine Bittner: Das ist hier in der Kirche sichtbar, am Deckenfresko, an den Einrichtungsgegenständen und nicht zuletzt am Schriftenstand. Dort liegen das evangelische Kirchengesangbuch und das Gotteslob. Das Miteinander ist hier sichtbar und erlebbar, und deshalb zeige ich diesen Ort so gern.
00:11:07: Thomas Strobel: Was macht dieser Ort mit Menschen?
00:11:11: Christine Bittner: Wenn ich mit einer Gruppe hereinkomme, wird die Gruppe oft ruhiger. Das ist keine zurückhaltende Ruhe, sondern eine Ruhe, die im Staunen über diese Umgebung begründet ist. Wenn ich dann die Geschichte des Simultaneums erzähle, werden die Leute, möchte ich fast sagen, ein bisschen ehrfürchtig.
00:11:44: Thomas Strobel: Welche Gedanken tauchen hier auf, wenn du von Ehrfurcht sprichst?
00:11:48: Christine Bittner: Dass die Menschen es über Jahrhunderte geschafft haben, miteinander klarzukommen, obwohl sie eine völlig andere Auffassung von Glauben und von der Glaubensausübung hatten.
00:12:05: Christine Bittner: Jeder hat sein Profil behalten, seine Werte, das, was die eigene Konfession ausmacht, und sich trotzdem mit denen arrangiert, die es anders sehen. Sie haben sich zusammengesetzt, sich geeinigt und einen Kompromiss geschlossen. Davon kann man sich in vielen Bereichen eine Scheibe abschneiden. Ich glaube, deshalb werden die Leute ruhiger und denken: Wer hier schon alles war, und was für Gedanken man sich hier schon gemacht hat. Das denke ich, und das hoffe ich auch.
00:12:44: Thomas Strobel: Wenn man diese Gedanken bündelt und versucht, sie in ein Gefühl zu fassen: Könnte man sagen, das ist auch Dankbarkeit?
00:12:52: Christine Bittner: Ja, unbedingt. Das ist Dankbarkeit dafür, dass wir historisch so viele Impulse, Sichtweisen und Werte haben, die die Jahrhunderte überdauert haben. Das sieht man hier in der Kirche, und das spürt man auch. Wie viele Menschen waren schon hier, haben mit der einen oder anderen Frage und Einstellung gerungen und dann eine friedliche Lösung gefunden? Dafür kann man dankbar sein. Dafür muss man dankbar sein.
00:13:45: Katrin Schenckenburger: Fast 500 Jahre gemeinsam genutzter Raum. Das klingt im Rückblick harmonisch und war doch immer wieder Arbeit. Zuhören, aushandeln, einen Kompromiss finden. Vielleicht bleibt eine Stadt gerade deshalb lebendig, weil Menschen nicht nur bewahren, was andere geschaffen haben, sondern selbst etwas hinzufügen. Zurück am Marktplatz zeigt sich dieser Gedanke in der Gegenwart. Im Vinotheum hat Maximilian Theobald einen Ort geschaffen, an dem Geschichte, Genuss und Begegnung zusammenkommen.
00:14:25: Thomas Strobel: Ich bin jetzt hier im Vinotheum bei Maximilian Theobald. Wir sitzen direkt am Marktplatz in einer gemütlichen Lounge, an einem hohen Stehtisch in weichen Kissen, und schauen hinaus auf das Gewusel. Maximilian, stell dich gerne kurz vor.
00:14:46: Maximilian Theobald: Hallo, vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Mein Name ist Maximilian. Ich bin Inhaber und Sommelier des Vinotheums in Biberach. Wir sind die Weinbar direkt am Marktplatz und verbinden Kulinarik mit einer schönen Atmosphäre.
00:15:03: Thomas Strobel: Was macht diesen Ort für dich so besonders?
00:15:07: Maximilian Theobald: Die Kombination aus Geschichte, denn das Haus ist sehr geschichtsträchtig, und aus Kulinarik und Architektur, die wir hier, denke ich, ganz gut zusammenbringen.
00:15:20: Thomas Strobel: Wie zeigen sich hier für dich Lebensgefühl und Wertschätzung?
00:15:26: Maximilian Theobald: In der ganzen Idee, die hinter dem Vinotheum steckt. Meine Grundidee war, Biberach etwas zurückzugeben. Was ich hier in meiner Jugend erleben durfte, in der Realschule und am Wirtschaftsgymnasium, das möchte ich der Stadt und dem Marktplatz zurückgeben und den Ort beleben.
00:15:48: Thomas Strobel: Und wie machst du das?
00:15:49: Maximilian Theobald: Indem wir mit regelmäßigen Events und schönen Aktionen Menschen zusammenbringen. Wir geben ihnen einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen, etwas Tolles trinken und etwas Schönes essen können und sich in entspannter Runde mit Freunden treffen.
00:16:07: Thomas Strobel: Wenn man das zusammenfasst: Wäre Dankbarkeit ein passender Begriff dafür?
00:16:13: Maximilian Theobald: Mit Sicherheit, ja, auf jeden Fall.
00:16:15: Thomas Strobel: Und für dich selbst: Was bedeutet Dankbarkeit?
00:16:19: Maximilian Theobald: Dankbarkeit bedeutet für mich, das tun zu können, was ich möchte, an dem Ort, an dem ich es möchte, mit den Menschen, mit denen ich es möchte, und jeden Tag aufs Neue auf tolle Menschen zu treffen.
00:16:32: Katrin Schenckenburger: Was hält eine Stadt zusammen? Vielleicht sind es nicht zuerst die Gebäude, auch wenn die Giebel schön sind, der Marktplatz weit und die Kirche eindrucksvoll. Vielleicht sind es die Menschen, die diese Orte jeden Tag neu mit Bedeutung füllen.
00:17:02: Katrin Schenckenburger: Nicole erlebt Heimat dort, wo man sich kennt, sich trifft und auch ein bisschen schrullig sein darf. Alexander sieht eine Stadt, die überschaubar geblieben ist und ihre Geschichte nicht versteckt. Christine erinnert daran, dass friedliches Miteinander nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder ausgehandelt werden muss. Und Maximilian zeigt, dass Heimat keine Einbahnstraße ist. Man kann von einem Ort viel bekommen und ihm etwas zurückgeben.
00:17:39: Katrin Schenckenburger: Biberach ist deshalb nicht einfach eine schöne Kulisse. Die Stadt ist ein Gespräch. Auf dem Markt, in der Kirche, am Tisch. Manchmal laut, manchmal leise. Aber immer dann lebendig, wenn Menschen einander zuhören. Vielleicht liegt genau darin diese stille Form von Dankbarkeit: nicht alles für selbstverständlich zu halten. Zu sehen, was da ist. Und selbst etwas beizutragen, damit es bleibt.
00:18:11: Katrin Schenckenburger: Wenn ihr Biberach besucht, dann arbeitet nicht nur die Sehenswürdigkeiten ab. Bleibt einen Moment auf dem Marktplatz stehen. Hört hin. Geht durch die Tür von St. Martin. Setzt euch an einen Tisch. Und kommt mit den Menschen ins Gespräch. Nützliche Links mit Informationen zur Region Oberschwaben-Allgäu und zu Biberach gibt es in den Shownotes.
00:18:38: Katrin Schenckenburger: Danke an Nicole Jerski, Alexander Wachter, Christine Bittner und Maximilian Theobald für ihre Geschichten. Und danke an Thomas Strobel, der sie in Biberach getroffen hat. Ich bin Katrin Schenckenburger. Schön, dass ihr dabei wart.
00:18:59: Signation: Podkäschtle. Wertschätze aus Oberschwaben-Allgäu.
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